meine Probleme

Gras

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Dass Gras auch schön sein kann, habe ich vor einigen Tagen wieder entdeckt, als ich zum Fotografieren am Rietbach war.

Obwohl ich schon lange fotografiere und auch ein(ig)e hervorragende Kamera besitze, gelang es mir nicht, das Gras so zu aufzunehmen, dass seine Schönheit auf dem Bild sichtbar ist.

Entweder sind meine Fähigkeiten doch ziemlich beschränkt, oder die Kamera kann nicht gut genug auflösen oder die Auflösung des Monitors ist ungenügend oder die Bilddatei ist zu gross und muss zu stark komprimiert werden.

Nachdem ich das geschrieben habe, ist mir aber „eine Idee gekommen“ . . .

Pandemie

Senf

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Mein Senf zur aktuellen Seuche:

Warum ich auch meinen Senf dazu geben möchte:

  1. ich sollte wieder einmal etwas schreiben in diesem Blog . . .
  2. weil es sowieso niemand liest, muss ich nicht auf die Wortwahl achten und Kommafehler spielen keine Rolle
  3. es ist jetzt die Zeit wo alle Coaches, Therapeuten, Seelsorger, Politiker und Journalisten sich berufen fühlen, Kommentare und Ratschläge zu verbreiten zur Seuche – entschuldigung, ich meine Pandemie (das tönt angenehmer)

Einschränkungen unseres Lebens

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Äntlich weder emool

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Ich be grad ts-Ângelberg zum Schifaare met-em Brendan. T’Elfi wo nömme Schi faart isch au no metchoo.
Es isch jetz halbi Achti – t'“Famelie“ schlooft no, aber ich be scho lang wach und ha weder emool öbers Läbe nootänkt: doo isch-mer in Senn choo, dasich scho lang nüüt me gschrebe haa i dem Blog.
Es esch jez aber scho bald Achti ond t’Elfi wot t’Nachrechte lose.
Dosse isch-es chalt: minus eis Graad. Es esch no bedeckt. T’Zacke vom grosse Spannort send no im Näbel wiemer uf dem Beld doo gseet.

Engelberg metem Grosse Spannort im Hentergrond

Das esch de erscht Blogartekel woni i minere Mondart schriib, aber well dää Artekel för niemer esch machts öberhaupt nüüt wenns no Fääler het – ond es het zemlich fel.

Ich be vo miim Zemmer woni met de Elfo teil is Zemmer vom Brendan gflöchtet, wellmi de Ferseher stöört – ich wott nämli t’Nachrechte nor eimol lose.
De Brendan schlooft no i siim Bett und isch froo, weme-er-en ned schtöört.

Wegwerfgesellschaft

Weggeworfen

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Zur Entsorgung bestimmt

Als ich am Freitagmorgen den 17. Mai 2019 vom Bahnhof nach Hause ging, traf ich auf dieses Wesen das, nicht mehr gebraucht, am Strassenrand seiner Entsorgung harrte.

Als Nichtzoologe weiss ich nicht, um was es sich bei diesem Geschöpf handelt, vermute aber, dass es zur Gattung der Teddybären gehören könnte und nenne es in diesem Post Jonathan.

Es ist zu vermuten, dass Jonathan ein abwechslungsreiches aber nicht immer einfaches Leben gehabt hat: er wurde erbarmungslos liebkost, gedrückt, umhergeworfen und wegen der Form seines Körpers als Kissen benutzt.

Als seine Familie kein Interesse mehr an ihm hatte, musste Jonathan im dunklen Keller in einer alten Schachtel, zusammengepresst mit anderen Tieren, warten und wusste nicht, was mit ihm geschehen würde.

Seine ehemaligen Gefährten hatten ihn längst vergessen und niemand interessierte sich bei seinem Aussehen mehr für ihn. Das ist auch nicht verwunderlich, war er doch nie in den Genuss einer gründlichen Körperpflege gekommen – wie man ja auf dem Bild sieht.

Als Mitglied einer Wegwerfgesellschaft hat Jonathan nun seinen Weg in die Kehrichtverbrennung antreten müssen.

Seinen EntsorgerInnen kann lediglich zugute gehalten werden, dass sie ihm die Unterhosen noch angelassen haben. Schliesslich benützen diese Strasse auch Schulkinder.

Am Strassenrand hat Jonathan noch an seine Leidensgenossen gedacht und ganz leise gesagt:

„ME TOO !“

Als ich am 19. Juli wieder am gleichen Platz vorbeiging war Jonathan nicht mehr da. Ich vermute, dass er inzwischen entsorgt, ich meine verbrannt worden ist, denn ich denke nicht dass man ihn hätte recyceln können . . .

Aber als ich am Samstag den 20. Juli in Dietikon im Zentrum unterwegs war, nachdem ich auf dem Markt Bohnen gekauft hatte, kam ich an einem Haus vis-à-vis der Kirche, die mich noch nie begeistert hat, vorbei und staunte nicht schlecht als ich wieder auf einen Teddy traf, der im Garten auf sein trauriges Schicksal warten musste weil er nach einer Entrümpelung des Hauses nicht mehr benötigt wurde.
Warum man ihm weder Hände noch Füsse gemacht hat, weiss ich nicht genau, vermute aber, dass es sich um reine Bequemlichkeit gehandelt haben könnte. Eventuell wollte man aber auch die Produktionskosten „optimieren“.

PS Sollte jemals ein Deutschlehrer diesen Artikel lesen, bitte ich ihn, die Zeichensetzung zu überprüfen. Obwohl ich im Deutschunterricht nie richtig schlecht gewesen bin, bin ich jetzt wegen der Kommas bzw. Kommata total verunsichert.

Berührt Uncategorized

Berührt

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Vom Oktober 18 bis März 19 besucht Brendan jeden Samstagmorgen einen Kurs im Seefeld. Ich habe ihn immer hingebracht und wieder abgeholt und bin in der Zwischenzeit im Seefeld herumgelaufen.
In der Nähe seiner Schule habe ich an einem Samstag Im Dezember 18 dieses Bild gemacht.

Der Anblick dieses Fensters hat mich sehr berührt. Das Fenster öffnete sich auf einen ca. vier Meter schmalen Streifen zwischen zwei älteren Häusern mit Ausblick auf eine graue Hausmauer,

Das hat mich im Seefeld berührt

Ich bin an den folgenden Samstagen immer wieder hingegangen. Etwa zwei Wochen lang lag der Apfel auf dem Fensterbrett, dann war er verschwunden.
Fotografisch konnte ich dieses Bild nicht so gestalten, wie ich es gewollt hätte,

Ganz in der Nähe habe ich übrigens den Zahn entdeckt, über den ich einen eigenen Blogartikel schreibe.

Zeit

Der Zahn der Zeit

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Der Zahn der Zeit

Man kann ihn selbst nicht sehen – nur seine Auswirkungen.
Er ist ununterbrochen am Arbeiten und er arbeitet unerbittlich.

Die Wendung von der „scharfzahnigen Zeit“ findet sich schon bei dem griech. Dichter Simonides (gest. 468 v. Chr.). Populär wurde sie allerdings erst durch W. Shakespeares Schauspiel „Maß für Maß“, wo der Ausdruck „tooth of time“
vorkommt. Im Deutschen wird die Redensart seit dem Barock so geläufig, dass Heine das zugrunde liegende Bild als verblasst und floskelhaft ablehnt, denn die Zeit sei so alt, dass sie „gewiß keine Zähne mehr hat“. Auch in der Stilistik wird die Wendung (zusammen mit anderen) als abschreckendes Beispiel dafür zitiert, wie man sprachliche Bilder nicht häufen soll: „Möge der Zahn der Zeit, der schon so manche Träne getrocknet hat, auch über diese Wunde Gras wachsen lassen“

Im reichen Seefeld habe ich den Zahn auch angetroffen.